
| Frequenzmessung anno 1940 ... | ||||
Soweit der Kommentar einer unbekannten britischen Quelle zu diesem Gerät. Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich um ein Frequenzmessgerät, das, wie um 1940 üblich, analog arbeitet; wie man sich gut vorstellen kann, ist die Messung nicht sonderlich genau, zumal auch keine temperaturstabilisierte Referenz verwendet wird. Immerhin wird eine Genauigkeit von +/- 2 kHz erreicht. Offensichtlich akkurat genug für die Zeit um 1940. Es werden Eichmarken im 1 MHz- und 1 kHz-Raster (angeblich bis herauf zu 25 MHz) erzeugt, die auch am Messanschluss anliegen; somit können sowohl Sender als auch Empfänger geeicht werden. Das Wavemeter Class D ist recht häufig anzutreffen, da viele HAMs auf der Insel aufgrund der früheren Postbestimmungen eines besaßen. Mehr dazu gibt es hier nachzulesen. [top]
|
| Bedienelemente |
|

| Anschlüsse |
|
| Konstruktive Merkmale | ||||
Das Class D Wavemeter ist in einfacher Chassisbauweise und Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung aufgebaut. Bauteiledatierungen sind leider nicht erkennbar. Das Exemplar in meiner Sammlung wurde mit einem Trafo "nachgerüstet", daher fehlt leider der Zerhacker und einige assoziierte Bauelemente. Der Umbau ist allerdings recht professionell gemacht und verwendet zur Gleichrichtung den originalen Brückengleichrichter. Gleichzeitig wurden offensichtlich sämtliche Kabel ausgetauscht. An der Stelle des Transformators, im Bild durch den Blechstreifen ansatzweise erkennbar, sitz normalerweise ein Zerhacker, der die Hochspannung für die Röhre liefert. Sowohl für die Röhre als auch für den Vibrator ist jeweils ein Ersatz in den als "Spare" bezeichneten Sockeln vorhanden. Da die Röhren recht wackelig in den Sockeln sitzen, werden sie mit einem Gummizug fixiert. Interessant sicherlich auch die Tatsache, dass Röhren für Netzbetrieb verwendet wurden, was eine entsprechend potente Batterie/Stromversorgung erfordert und bei Batteriebetrieb zu nur kurzer Betriebszeit führt. Andere Geräte dieser Zeit verfügen bereits über stromsparende Batterieröhren (Beispiel: WS 31 / BC 1000). Dies verdeutlicht, dass Wert auf geringe Produktionskosten gelegt wurde. Ansonsten ist das Gerät sehr wertig verarbeitet, die Patina an den Drehkos deutet auf Versilberung hin. ![]() Innenansicht Wavemeter Class D Der Tragegriff auf der Vorderseite schützt das eigentlich recht unempfindliche Gerät gegen Stöße und übel gelaunte Soldaten. Eigentlich gehört noch ein Deckel dazu, der die Bedienelemente vollständig abdeckt, jedoch wurden leider aus unbekannten Gründen bei den meisten Geräten sowohl Scharniere als auch Deckel entfernt. Das Gerät ist weder wasser- noch schmutzresistent, da es keine Dichtungen an den entsprechenden Stellen hat. Es gab daher eine spezielle Tropen-Ausführung.
|