Class D Wavemeter


(analoges) Frequenzmessgerät, Grossbritannien, ca. 1940



Class D Wavemeter

 

Frequenzmessung anno 1940 ...


"Class D Wavemeter, 2-8 Mc/s, used particularly

  1. to give soldiers the impression that they are setting their WS19 to the correct frequency
  2. to give soldiers something that takes a long time to do, so that they stop thinking about women for a while.
Never ceases to amaze me that the Class D wavemeter runs on 6 volts, whereas the WS19 runs on 12V or 24V..."

Soweit der Kommentar einer unbekannten britischen Quelle zu diesem Gerät. Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich um ein Frequenzmessgerät, das, wie um 1940 üblich, analog arbeitet; wie man sich gut vorstellen kann, ist die Messung nicht sonderlich genau, zumal auch keine temperaturstabilisierte Referenz verwendet wird. Immerhin wird eine Genauigkeit von +/- 2 kHz erreicht. Offensichtlich akkurat genug für die Zeit um 1940. Es werden Eichmarken im 1 MHz- und 1 kHz-Raster (angeblich bis herauf zu 25 MHz) erzeugt, die auch am Messanschluss anliegen; somit können sowohl Sender als auch Empfänger geeicht werden.

Das Wavemeter Class D ist recht häufig anzutreffen, da viele HAMs auf der Insel aufgrund der früheren Postbestimmungen eines besaßen. Mehr dazu gibt es hier nachzulesen.

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Technische Daten

  • Frequenzbereich: 1,9 - 8,0 MHz in 2 Teilbereichen
  • Genauigkeit: besser +/- 2kHz
  • Versorgungsspannung: 6V DC, über externes Kabel;
    die Hochspannung für die Röhre wird intern durch einen Zerhacker erzeugt
  • Maße: 19 x 17,5 x 15 cm³ (Breite x Höhe x Tiefe inkl. Bedienelemente)
  • Gewicht: ca. 3300 g
  • Röhrenbestückung: 2x ECH 35 (davon 1 Röhre als Ersatz)

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Bedienelemente
  1. Einschalter (Mitte unten)
  2. Frequenz-Einstellknopf und Skala (ohne Untersetzung; Mitte oben)
  3. Bereichsschalter 1900-4000 kHz oder 4000-8000 kHz (siehe Funktionsweise; Mitte rechts)
  4. Frequenzkorrektur (oben links)
  5. Drucktaster "Check" mit unbekannter Funktion (überbrückt offensichtlich den Dreko der Frequenzkorrektur; Mitte links)

 

Class D Wavemeter
Bedienelemente und Anschlüsse des Wavemeter Class D

Anschlüsse

  1. Kabel und Stecker für Versorgungsspannung 6V DC (unten links)
  2. Kopfhörerbuchse für 6,3mm Klinkenstecker (mono; unten rechts)
  3. Klemmschraube zum Anschluss des zu messenden Senders/Empfängers (oben rechts)

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Konstruktive Merkmale

Das Class D Wavemeter ist in einfacher Chassisbauweise und Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung aufgebaut. Bauteiledatierungen sind leider nicht erkennbar. Das Exemplar in meiner Sammlung wurde mit einem Trafo "nachgerüstet", daher fehlt leider der Zerhacker und einige assoziierte Bauelemente. Der Umbau ist allerdings recht professionell gemacht und verwendet zur Gleichrichtung den originalen Brückengleichrichter. Gleichzeitig wurden offensichtlich sämtliche Kabel ausgetauscht. An der Stelle des Transformators, im Bild durch den Blechstreifen ansatzweise erkennbar, sitz normalerweise ein Zerhacker, der die Hochspannung für die Röhre liefert. Sowohl für die Röhre als auch für den Vibrator ist jeweils ein Ersatz in den als "Spare" bezeichneten Sockeln vorhanden. Da die Röhren recht wackelig in den Sockeln sitzen, werden sie mit einem Gummizug fixiert. Interessant sicherlich auch die Tatsache, dass Röhren für Netzbetrieb verwendet wurden, was eine entsprechend potente Batterie/Stromversorgung erfordert und bei Batteriebetrieb zu nur kurzer Betriebszeit führt. Andere Geräte dieser Zeit verfügen bereits über stromsparende Batterieröhren (Beispiel: WS 31 / BC 1000). Dies verdeutlicht, dass Wert auf geringe Produktionskosten gelegt wurde. Ansonsten ist das Gerät sehr wertig verarbeitet, die Patina an den Drehkos deutet auf Versilberung hin.

Class D Wavemeter - Innenansicht
Innenansicht Wavemeter Class D

Der Tragegriff auf der Vorderseite schützt das eigentlich recht unempfindliche Gerät gegen Stöße und übel gelaunte Soldaten. Eigentlich gehört noch ein Deckel dazu, der die Bedienelemente vollständig abdeckt, jedoch wurden leider aus unbekannten Gründen bei den meisten Geräten sowohl Scharniere als auch Deckel entfernt. Das Gerät ist weder wasser- noch schmutzresistent, da es keine Dichtungen an den entsprechenden Stellen hat. Es gab daher eine spezielle Tropen-Ausführung.

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Funktionsweise

coming soon

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Mehr Informationen



Dank an Tom O. Bryan für wichtige Informationen

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