Keine wirkliche Bauanleitung, für den einen oder anderen aber vielleicht eine wertvolle Anregung: die für das Funkgerät R-126 vorgesehenen Silber-Zink-Akkumulatoren (Bezeichnung: SZD12) haben eine Reihe von schwerwiegenden Nachteilen:
- Die Akkus SZD12 benötigen eine Laugenbefüllung (Kalilauge)
- Die Lager- und Einsatzzeit eines gefüllten Akkus beträgt gerade einmal 6 Monate (!)
Danach ist der Akku Sondermüll.
- Es können höchstens 50 Lade- und Entladezyklen erreicht werden
- SZD12 werden nicht mehr hergestellt bzw. Restbestände sind schwer zu beschaffen
(z.B. bei Günter Fietsch DL9WSM, Commende 4, 04880 Dommitzsch; hier gibt's sowieso alles, was NVA und Ostblock angeht)
Schon allein aus Gründen der Verfügbarkeit empfielt es sich, die Akkumulatoren zu ersetzen. Zudem ersparen wir uns die nicht ungefährliche Arbeit mit Kalilauge.
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| Technische Daten (entnommen der DV 44/25 "Funkgerät R126", Seite 115) |
| Nennspannung | 1,5 V ± 0,05 V |
| Kapazität | 12 Ah |
| Nach 30 Lade- und Entladezyklen ist eine Kapazitätsminderung auf 10 Ah zulässig |
| Nennentladestrom | 1,2 A |
| Lade- und Entladezyklen | 50 |
| Elektrolyt | Kalilauge, chemisch rein.
| | Dichte | 1,4 ± 0,02 g*cm-3 |
| Lagerzeit, gesamt | 3 Jahre |
| Davon |
| ungefüllte Akkumulatoren | 30 Monate |
| gefüllte, formierte, entladene Akkumulatoren | 6 Monate |
| gefüllte Akkumulatoren (nur wenn unbedingt erforderlich) | 1 Monat |
| Masse, ohne Elektrolyt | 180 g |
| Abmessungen |
| Länge | 47 mm |
| Breite | 21 mm |
| Höhe (mit Anschlußbolzen) | 112 mm |
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| Akku-Ersatz |
Durch die Spannung von 1,5 V pro Akku drängt es sich geradezu auf, normale handelsübliche Batterien zu benutzen. 2 Monozellen passen ohne Halter gerade so eben in das Akkufach, für Batteriehalter müsste zunächst die Isolierung an Deckel und Boden entfernt werden. Da das Fach in den meisten Fällen ohnehin mit Resten von Kalilauge und sonstigem Dreck verunreinigt ist, sollte man das Entfernen des Styropors durchaus in Betracht ziehen. Der Betrieb mit Batterien statt Akkus ist übrigens um ein Vielfaches umweltfreundlicher als der Gebrauch der "chemischen Keulen" SZD12, deren hochkorrosive Materialien zu einer ohnehin nur kurzen Lebensdauer führen. Ansonsten sollte der (u.U. lose) Einbau von zwei Haltern für Babyzellen ausreichend sein; das R126 darf ja senderseitig ohne Modifikation sowieso nicht betrieben werden, also sind auch keine großen Ströme zu erwarten. Zur Information: bei Empfang zieht das R126 etwa 0,75A, beim Senden etwa das doppelte, nämlich 1,5A.
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| Anschluss |
Die Anschlußbelegung ist im Deckel des Akkufachs angebracht (siehe Bild). Die beiden Batterien werden einfach in Reihe geschaltet, der Minuspol mit dem Kabel "-" und der Pluspol mit dem Kabel "+" verbunden. Das Kabel "+ -" kommt an den Mittelabgriff der beiden Batterien. Fertig.
 Anschlussbelegung der Akkus
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| Alternativen |
Das Gerät läßt sich leider nicht direkt aus NiCd- oder NiMH-Akkus betreiben, da die Spannung von 1,2V pro Zelle zu gering ist (tested & verified). Alternativ kann man 2 Akkupacks zur Speisung von 2 einstellbaren Spannungsreglern LM317 bzw. LM 337 (auf ausreichende Differenz von Eingangs- zu Ausgangsspannung ist zu achten) benutzen, auch ein Netzteil ist denkbar. Allerdings lohnt der Aufwand nicht angesichts der unschlagbar simplen und preiswerten Batterielösung.
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| Anmerkung |
Es wird auf die Rechtslage aufmerksam gemacht. Derzeit ist in Deutschland das 6m-Band nur mit einer Sondergenehmigung nutzbar, allerdings darf nicht in FM gearbeitet werden. Das R126 darf somit ohne Modifikation nicht betrieben werden; jedoch können mit etwas Geduld einige (osteuropäische) Rundfunksender empfangen werden.
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